Einleitung
Ziel des Curriculums ist es, die Inhalte der an 4 Standorten im Burgenland
stattfindenden transnationalen Aus - und Weiterbildung zusammenzufassen.
Am Ende der Weiterbildung wird daraus hoffentlich ein spannender Reader
entstehen, der für die Kommunalmanagerinnen als "Werkzeugkoffer" dient und
die Ergebnisse des Pilotprojekts dokumentiert.
Für uns persönlich war die Projektentwicklung ein spannender Prozess, wir
laden Sie herzlich ein, zu folgen.
Peter Maier Ruth Büngers-Rabitsch Siegfried Steinmüller Oberpullendorf, März 2003
Zielsetzung und Methoden
Dem Lehrgang liegt ein Planspiel zugrunde, dass die realen Umwelten der Teil-
nehmer auf kommunalpolitischer Ebene widerspiegelt.(Gemeinde, Fraktion,
Bürgermeister, Funktionäre etc. - mit Rollenwechsel)
Ziel der Aus - und Weiterbildung ist es, den Teilnehmerinnen die Fähigkeit zu
vermitteln, selbständig für die verschiedensten Aufgabenstellungen der zu-
künftigen Aufgabengebiete ein "Design" zu erstellen. Nach der Bearbeitung der Grund-
lagen bei der Designerstellung (Auftragsanalyse) wird an den Steuerungsmöglichkeiten
mittels des Werkzeugs Design im Hinblick auf die Heterogenität der Teilnehmer-
innen, der Gruppenprozesse, erreichen des Ausbildungsziels usw. an Hand von
Übungsbeispielen in Einzel-Kleingruppen und Plenum gearbeitet. Grundsätzlich
wird bei der Designerstellung bzw. bei der Methodenauswahl (z.B. "Stellen"
einer Situation) darauf geachtet werden, dass an konkreten Beispielen/Problem-
stellungen der Teilnehmerinnen im Rahmen ihrer kommunalpolitischen "Wirklich-
keiten" gearbeitet wird.
Durch häufigen Methodenwechsel wird den Teilnehmerinnen gleichzeitig das Hand-
werkszeug für ihre zukünftige Arbeit in Hinblick auf angewandte Methoden mitge.
geben. Die angewandten Methoden spannen sich vom Fachvortrag und Diskussion
(Input) über Verwendung von audiovisuellen Mitteln. Den Teilnehmerinnen wird durch
das Arbeiten am eigenen Beispiel (exemplarisches Tun) der angestrebte Inhalt
vermittelt.
Im Zuge dieser Ausbildung soll eine Lösungswerkstätte entstehen, die durch ver-
schiedenste Veranstaltungen daran arbeitet Problembewusstsein, Lösungen und ein
neues erweitertes EU-Verständnis zu fördern und zu stärken.
KommualmanagerIn I
Modul 1.1. KommunikationSiegfried Steinmüller
Grundlagen der Kommunikationspsychologie
Bedeutung von theoretischen und konzeptionellen Ansätzen aus der Tiefenpsychologie
und der Humanistischen Psychologie für die Aufgabenstellungen der TeilnehmerInnen.
Grundlagen der Tranksaktionsanalyse: Ich-Zustände, Diagnose, Skript, Passivität, Umgang
mit Widerstand. Übungen dazu.
Kommunikationsmodelle
Theorie der Konfliktgestalt (Stufenmodell)
Modul 1.2. ProjektmanagementRuth Büngers-Rabitsch
- Definition von Projekten
- Organisationsformen von Projekten
- Instrumente und Methoden
- Kreativitätstechniken
- Projektplanung
- Erfolgsfaktoren des Projektmanagements
Modul 1.3. EDVIng. Karl Schuh
EDV nach den individuellen Wünschen der TeilnehmerInnen
Je nach Stand des Wissens ist von Word über Powerpoint, Internet oder Flash
alles möglich.
Modul 1.4. der mediale AuftrittBrigitte Hirschhofer Beatrix Neundlinger
- Wie verfasse ich eine erfolgreiche Pressemeldung?
- Was tun, um in die Medien zu kommen?
- Wie komme ich beim Leser / Seher an?
- Wie bereite ich mich auf eine Pressekonferenz vor?
"Öffentliche Verbindungen" ohne Fahrkarte
- Unterschiede Werbung und PR
- Während sie in der Werbung sagen "Ich bin gut",funktioniert ihre künftige
- Öffentlichkeitsarbeit nur dann wenn, andere über sie sagen "Die sind gut".
- Jedes Spiel hat seine eigenen Regeln
- Nur wer die Regeln kennt kann auch Sieger werden
- Public Relations wirken immer von innen nach aussen
Step I ist die Erarbeitung ihrer Identität in den Punkten:
- Auftreten (Corporate Behaviour/Culture)
- Erscheinungsbild (Corporate Design) und
- Kommunikation (Corporate Communications)
Step II kommunizieren sie ihr Erscheinungsbild
- Mitarbeiter
- Kunden
- Zielgruppen
- Dialoggruppen
Stell dir vor Du hast was zu sagen und keiner hört zu
Die Notwendigkeit permanenter Präsenz
- Nur weil sie gute "Verteiler" haben müssen sie deshalb kein Dealer sein
- Die verschiedenen Sparten der Medien
- Die richtige Nachricht an die passende Zielgruppe
- 1001 Nach(rich)t
- Aber wie formuliere ich richtig
- In der Kürze liegt die Würze
- Professionell schreiben bedeutet:
- Kurz, aber natürlich nicht zu kurz
- Aufhänger sind keine Selbstmörder
- Sondern unzählige Möglichkeiten an die öffentlichkeit zu treten
Wie erobere ich mir die Bühne !
Die beste Rede verfehlt ihren Zweck, wenn der in der Hand gehaltene Zettel aus
Nervosität flattert. Wie erreiche ich mit richtigem Atmen, Körperhaltung und Stimme
den Effekt, den ich erzielen will. In der Ruhe und Gelassenheit liegt die Stärke meiner
Medienpräsenz.
Angeboten werden Übungen zur richtigen Atmung, zum Finden des richtigen Stimmsitzes,
sowie dem bewussten Einsetzen der Körpersprache. Weiters werden wir Übungen
aus dem Theatersport (nach Keith Johnston ) machen, wie z.B.: Reaktionsspiele, Einwort-
geschichten, Statusspiele, Reden mit Hindernissen, gestellte Szenen aus dem Alltag des
Kommunalmanagers usw.
Zum Beginn jeder Einheit werden wir ein Aufwärmtraining mit Musik machen, um in die
körperliche Entspannung zu kommen, die für die Arbeit nötig ist.(Bequeme Kleidung !)
Modul 1.5. TeamentwicklungSiegfried Steinmüller
Gruppendynamik
Teamarbeit & Kommunikation
Steuerung von Teamprozessen
Theoretische Aspekte zum Thema Gruppe
Soziometrie
Konfliktlösungen und Konfliktmanagement
Übertragung - Gegenübertragung
Empathie - Im Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz
KommualmanagerIn II
Modul 2.1. Coaching als Führungskompetenz / SelbstmanagementSiegfried Steinmüller
-
Eine Führungskraft muss stets Mitarbeiterin und Vorgesetzte zugleich sein. Der Beliebtheit
als Kollegin steht meist die Unbeliebtheit der Chefin gegenüber:
- Vermittlung von Führungs- und Leitungstechniken und Führungsinstrumenten
- Ausbau der Leitungskompetenz
- Erfolgskriterien für Mitarbeiterführung
- Führungsverantwortung als neue Aufgabe
- Führen in der Sandwichposition
- Führungsstile
- Schwierige Situationen und Konflikte
- Motivation
- Supervision von Praxisfällen
Modul 2.2. Rhetorik und Zeitmanagement / Leitbildentwicklung
Begeistern statt Entgeistern Erhard Jungnikl
Bausteine des Sprechens: Sprache - Stimme - Gestik - Mimik
Die Qualität der Sprache: Struktur - Lebendigkeit - Partnerbezug
Thematik und Grammatik: der überzeugende Aufbau von Vortrag und Argumentation
Vorbereitung auf Debatten und Streitgespräche
Argumentationstechniken
Zeitmanagement bedeutet Haushalten mit dem knappsten aller Güter Ruth Büngers-Rabitsch
Entwicklung eines mission-statements für eine erfolgreiche Präsentation Siegfried Steinmüller
Modul 2.3. WahlvorbereitungRuth Büngers-Rabitsch Siegfried Steinmüller
Moderieren statt dozieren
Kommunikativ, beteiligende Arbeitsformen und Formen der Öffentlichkeitsarbeit
Moderationstechnik wird eingesetzt um mehr Beteiligte aktiv einzubeziehen und zugleich
der Vernetzung von Problemen zu entsprechen. Planungen, Problembearbeitungen,
Vorbereitungen von Entscheidungen müssen vielen Faktoren entsprechen. Die im Seminar
vorgestellte Form der visualisierten Kommunikation erleichtert die Themenerfassung und -
bearbeitung, und fördert die Ziel - und Ergebnisorientierung.
Rolle und Aufgaben einer Moderatorin
Frage- und Antworttechniken
Visualisierungsmittel und - techniken (Metaplan)
Einführung in die Präsentationstechnik
Im Seminar werden weiter Formen einer kommunikativen Üffentlichkeitsarbeit erarbeitet,
ohne große finanzielle, zeitliche und personelle Ressourcen zu verbrauchen. Die ent-
wickelten kommunikativen Instrumente tragen dazu bei, die transportierte Botschaft lokal
und regional zum Thema zu machen.
Modul 2.4. Organisationsentwicklung
Eine Einführung in aktuelle Aufgaben und Methoden der Organisationsgestaltung Ruth Büngers-Rabitsch
Organisationsprozesse verstehen und gestalten
Modelle moderner Organisationsführung
Prozesse verstehen und gestalten
Umgang mit verdeckten Spielregeln
Entwicklung einer klaren persönlichen Führungsarchitektur
Organisationsdiagnose und Organisationsdynamik
Handeln in Organisationen - Veränderungen in Organisationen herbeiführen und gestalten
- verbündete gewinnen und mit Konflikten produktiv umgehen.
Rollen und Aufträge
Modul 2.5. Der perfekte AuftrittHelga Böchheimer
Ruth Büngers-Rabitsch
Herbert Treiber
Peter Maier
Siegfried Steinmüller
- Farb- und Stilberatung
- Welche Farben passen zu mir?
- Stimmt es, dass die Farben meiner Kleidung mit entscheidend sind, ob mein gegenüber mich sympathisch findet?
- Was ziehe ich zu welcher Gelegenheit an ?
- Glas-, Trink- und Tischkultur
- Welches "Werkzeug" benutze ich wann, für was?
- Welcher wein passt zu welchem Essen?
- Wie decke ich einen Tisch festlich?
Tischgespräch - Small-talk als Network-Instrument
Zertifikatsübergabe
ReferentInnen
- Siegfried Steinmüller
- geb. 1952,
- Leiter und Geschäftsführer von isca GmbH
- Supervisor öVS und EAS
- Lehrsupervisor und Ausbildner EAS für Coaching und Supervision;
- Trainer und Referent für diverse Bildungseinrichtungen und Weiterbildungen
- Projektmanager für Gemeinden und verschiedene EU - Projekte im Erwachsenenbildungsbereich
- Ruth Büngers-Rabitsch
- Dipl. rer. soc .(Universität Wuppertal)
- Coach EAS,
- Lehrsupervisorin und Ausbildnerin EAS für Coaching und Supervision, Mitarbeiterin
- im Institut für Supervision und Coaching Ausbildungen GmbH
- Trainerin und Referentin für diverse Bildungseinrichtungen und Weiterbildungen
- Brigitte Hirschhofer
- Tätigkeiten in einer der größten PR-Agenturen Österreichs,
- Redakteurin im Verlag Mediaprint: Schwerpunkt: Lokalpolitik und Kultur
- 1994 Abschluss Erwachsenenbildung, Päd. Akademie
- Coach
- Erhard Jungnikl
- Regisseur
- Beatrix Neundlinger
- Gesang, Flöte, Sax. ; geb. in Wien
- 1969: Mit 2 weiteren Studenten der Technischen Hochschule Gründung
- der Gruppe MILESTONES
- (1972 5. Platz beim Eurovisionssongcontest mit "Falter im Wind")
- Mitglied der Gruppe "SCHMETTERLINGE" (gemeinsam mit Willi Resetarits,
- Georg Herrnstadt, Erich Meixner, Herbert Tampier, Georg Herrnstadt, Erich Meixner,
- Herbert Tampier und Helmut Grössing.
- Mitglied des "Schmetterlinge-Kindertheater"
- seit 2001 Mitglied des Pürbacher Volkskunstorchester
- Herbert Treiber
- Gepr. Küchenmeister
- Stationen: Hilton Wien, Singapur, Bangkok und Hongkong
- Zusammenarbeit mit bekannten Küchenchefs: Werner Matt,
- Witzigmann und Winkler
- Familienbetrieb Treiber in Jormannsdorf
- Helga Böchheimer
- Kosmetikerin, Farb-und Stilberaterin
Projekt
- Projektträger:
- bfi Burgenland
- Projektleitung und - management:
- Siegfried Steinmüller
- Projektorganisation:
- Ruth Büngers-Rabitsch
- EDV:
- Karl Schuh, Rudi Erklinger
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